Linguogenetik

Besucher :

[Besucherzähler].

 

Linguogenetik

Johann Gottfried Herder gilt als Begründer der phylogenetischen Sprachentwicklungsforschung. Nach seinem Tode haben sich experimentelle Genetik und Sprach-Genetik auseinanderentwickelt. Die geisteswissenschaftliche Richtung (Lamarck, Nietzsche, Chomsky) konzentrierte sich auf den Nachweis des eigentlich Menschlichen in der Sprachentwicklung (homo loquens). Die naturwissenschaftliche Richtung (Darwin, Watson/Crick, Monacco) wandte sich der Erforschung der gentechnologischen Grundlagen zu (NucleinsSuren, Cloning, Transfektionstherapien). Erst mit der Entdeckung der Retroviren und entsprechender reverser Translationen im tierischen Genom ist der Weg wieder frei für Gen-technologisch fundierte Sprachentwicklungsforschung (Steele, Pincker). Das IfSM untersucht vor allem die Sprachgene der Nagetiere (Maus, Goldhamster, Degu). Die leitende Fragestellung betrifft den genetischen Unterschied zwischen sprachmächtigen Rodentien (Maus, Degu) und den nahezu sprachlosen Goldhamstern. Der Vergleich zeigt vor allem wesentliche Unterschiede im Expressionsverhalten des Gehirns auf. Im Kontext dieser Forschungen ist eine Neubewertung der Linguogenetik Johann Gottfried Herders zum 200. Todestag

 

Platzhalter-Bild

In-situ-Hybridisierung des IMMP2 im Kleinhirn der Maus

[Home] [Teaching] [Projects] [Akakjewitsch] [LKGS] [Spektrographie] [Rechtsmissbrauch] [Sprachresynthese] [Linguogenetik] [Eurydike] [cespicom.de] [Publications] [Institut] [Kontakt]